Es fühlt sich gut an, wenn die Computertechnik daheim wieder läuft.
In den letzten 24 Stunden brachte ich mein hardware-defekt-geglaubtes Netbook
wieder ans Laufen (die Telefonnummer des Lenovosupports
lag aber schon auf dem Schreibtisch für heute morgen) und heute konnte ich
OPTIMUS PRIME wieder aus der Reha abholen.
Ein neues Mainboard, ein neuer Prozessor, mehr Speicher, neues Betriebssystem.
Gut gerüstet für die nächsten 2 Jahre kehrt der Chef der Autobots in unser
Arbeitszimmer zurück.
Nette Episode beim Abholen im PC-Doktor-Laden:
Vor mir ist ein älterer Herr dran, so Ende 60, schätze ich. Karierte Anzughose,
aber: Moonboots mit Fellkragen. *grins*
Während sein Ford Modell T sein doch etwas älterer Rechner
gerade dem Versuch einer modernen Reparatur unterzogen wird
(ich sag nur: Windows 98. LPT-Druckerport. Kein USB-Anschluss!),
schaut der alte Mann fasziniert auf meine Höllenmaschine, die direkt
vor ihm zur Abholung bereit steht. Auf dem LCD-Frontdisplay laufen flammend blau
die Statusmeldungen des Betriebssystems und der
Cooler-Sensoren samt Rotationsgeschwindigkeitsmessungen vor seinen Augen vorbei.
In einem Moment, da ihn der PC-Doktor nicht sehen kann, beugt sich der Alte
Verschwörerisch zu meinem Ohr rüber und flüstert
"Wieso hat Ihrer denn ZWEI
Schubladen?"
Leicht irritiert schaue ich meinen PC an und dann dämmert's mir.
"Naja, eines für CDs und eines für DVDs, wissen Sie?"
"Ach!"
"Ja."
"Was es nicht alles gibt!"
Auf der Heimfahrt kam mir dann entgegen der Einbahnstrasse so ein dummer
Rotzlöffel ein junger heranwachsender Mensch mit
augenscheinlich wenig
Verkehrserfahrung (ja, die auch) auf seinem Skateboard frontal entgegen und
machte auch bei näherkommendem
Auto keinerlei Anstalten, die Strasse zu verlassen.
Man muss ja cool sein als Teenie, klar. Immer schön draufhalten.
Erst kurz bevor ich ihn auf der Motorhaube nahm, glitt er für meinen Geschmack
einen Tick zu lässig auf den Bürgersteig.
Naja. ich weiß ja nicht, was sich die Teenies heutzutage so in die Haare und ins
Gesicht schmieren.
Aber DER fuhr mit einer sehr nenneswerten Ladung "ARAL Scheibenklar mit
Frostschutz" in der Fresse auf seinem Skateboard nach Hause,
dafür garantiere ich. Im Rückspiegel waren zumindest hektische Armbewegungen
erkennbar.
Man muss halt nur den exakten Moment im Vorbeifahren erwischen.
Und seiner Autowerkstatt auch bei jedem Besuch einbleuen, dass sie die
Spritzwasserdüsen AUF KEINEN FALL einstellen dürfen,
ganz egal, wie hoch die zielen :-))))
Die Zahl des Tages lautet:
460.
Dahinter fehlt noch das Währungskennzeichen: €uro
Wer den Eintrag von gestern gelesen hat, kann jetzt 2 und 2 zusammenzählen.
Ich glaube, ich gehe jetzt erst mal in die Küche.
Und mache mir ein großes
Glas Weissweinschorle.
Die Zahl des Abends lautet: 0,4.
Dahinter fehlt noch das Währungskennzeichen: Liter
Einsam ist es hier ohne Dich.
Es ist nach all den gemeinsamen Jahren so ungewohnt, auf einmal ganz allein hier
zu sitzen.
Wenn man bisher quasi alles gemeinsam gemacht hat, fühlt man sich so nutzlos an
- nun, da Du weg bist.
Es waren erst ganz leise, kaum vernehmbare Anzeichen, die darauf hindeuteten,
dass etwas mit Dir nicht stimmt.
Hin und wieder mal ein Grummeln, na gut, wer macht das nicht, nach einigen
Jahren.
Dann aber die zunehmende Lustlosigkeit, mit der Du Deiner Arbeit nachgingst, die
kaum noch zu übersehen war.
Vielleicht ist es nur erhöhte Temperatur, so mein erster Gedanke. Aber das war
es nicht.
Es war schlimmer.
Ich hatte es sogar schon mit einem Tapetenwechsel probiert, quasi einer völlig
neuen Umgebung.
Meine Hoffnung war gewesen, Dir damit wieder die Freude und Motivation unserer
ersten gemeinsamen Tage zurückzugeben.
Aber Du bliebst nur stumm und wolltest einfach nicht mehr.
So blieb mir heute denn keine andere Wahl mehr.
Ich trug Dich aus unserer Wohnung und hievte Dich in mein Auto, um Dich zum
Doktor zu bringen.
Wir mussten lange vor dem Schalter der Notaufnahme warten, es waren noch etliche
andere Patienten dorthin gebracht worden.
Dann endlich waren wir an der Reihe und ich durfte Dich vorzeigen.
Fachmännisch wurde abgefragt, was ich bereits an Heilungsversuchen unternomen
hätte und ich berichtete traurig und wahrheitsgemäß.
Sofort begannen Sie mit Tests an Dir, mir wurde bedeutet, so lange zu warten.
Nach über einer Stunde stand fest, dass sie Dich für ein paar Tage da behalten
wollen, zur genaueren Beobachtung und um weitere
Tests mit Dir zu machen. Ich soll morgen Deine restlichen Sachen vorbeibringen,
die Du normalerweise um Dich herum hast.
Einigermaßen beunruhigt bin ich nach Hause gefahren.
Und ertappe mich nun dabei, wie ich immer wieder zu der Stelle hinschaue, an der
ich Dich normalerweise finde und
an welcher Dein Platz nun
leer und verwaist ist.
Heute Nacht werde ich schlecht schlafen, das weiß ich.
Ich hoffe inständig, dass der nette PC-Doc vom ARLT Dich wieder ans Laufen
bringt, koste es, was es wolle.
Es ist 23 Uhr und ich komme gerade aus dem Kino aus "Avatar".
[ //ANSAGE: AN
]
Dieser Film ist großartig, einfach nur atemberaubend und ehrfurchtauslösend
GROSSARTIG und ich befehle,
ich wiederhole, ICH B E F E H L E hiermit, diesen Film anzusehen,
und ich BEFEHLE es für die 3D-Version!
Allen Kritikern, von denen nörgelndes und unqualifiziertes Lamentieren zu
vernehmen ist über die angeblich
ach-so-dünne Story und -das war allen Ernstes zu lesen- über die unrealistischen Hautfarben-Reflexionen
des Volkes der "Navi"
("wie mit blauer Wasserfarbe aufgemalt")
und noch anderen Unsinn möchte ich am Liebsten
in ihre dummen, ignoranten
Fressen hauen und anschließend mit ihrer Stirn so lange gegen die Wand schlagen,
bis ihnen ihr saudummes Gelaber ganz-und-gar-nicht-wasserfarben-rot
die Wange runterläuft.
[ //ANSAGE: AUS
]
Man kann mit mir gerne darüber diskutieren, ob man "Der mit dem Wolf tanzt" oder
"Herr der Ringe" oder "Lawrence von Arabien"
oder "Krieg der Sterne I-VI" oder "Vom Winde verweht" oder "Sieben" oder sonst
irgendeinen Film gesehen haben muss.
Diesmal nicht.
Für diesen Film gibt
es keine
Entschuldigung, ihn nicht gesehen zu haben.
Die wunderschönen Landschaftsszenen, die zahlreichen ganz wunderbaren,
applauswürdig umgesetzten Ideen (mit dem eigenen
Haar-Pferdeschwanz "andocken" an Reit- und Flugtiere sowie Pflanzen? Weltklasse
Einfall!), die glaubhaften Motive...
- für all das verneige ich mich zutiefst vor dem Regisseur.
DANKEDANKEDANKEDANKEDANKEDANKEDANKEDANKEDANKE, James Cameron.
Ihr Meisterwerk wurde heute Nacht für
9 OSCAR-Nominierungen vorgeschlagen.
Ich hoffe, Sie räumen so richtig ab.
Schön, dass manche Firma sich noch für die Meinung ihrer Mitarbeiter
interessiert.
Noch schöner, wenn sie dafür und für andere Präsentationen sogar eine eigene
interne Webseite schaltet.
Interessant aber, was dann im Navigations-Menü unter "Offener Meinungsaustausch"
aufploppt:
rain: "Liebling? Guck mal hier - die Ausstellung "SCHÄTZE
DES ALTEN SYRIEN" geht ja noch bis MÄRZ, seh' ich grad'. Da haben wir
ja noch Zeit."
Bessere Hälfte: "Wo ist denn die noch mal?"
rain: "Die Ausstellung? Im 'ALTEN SCHLOSS'."
Bessere Hälfte: " ( ? ) "
rain: "Na da, wo der riesige Efeu an den Mauern
hochwächst, weißt Du nicht mehr?"
Da vertraut man seit Jahr und Tag "seiner" PC-Reinigungssoftware im guten
Glauben darauf, dass sie auch die windows registry
sauber hält, und dann probiert man EIN MAN ein anderes Programm aus - und fällt
aus allen Wolken:
Blöderweise bleibt mein Rechner auch nach erfolgreicher Fehlerbehebung immer
noch öfters mal stehen.
(Das war der eigentliche Grund gewesen, mal eine andere Software zur Reinigung
auszuprobieren.)
Mist.
Bin einigermaßen in Sorge.
Da es sich ja schon abgezeichnet hatte, dass die Wartezeit bis zum Erscheinen
von
DIABLO 3 wohl noch länger als befürchtet werden würde,
(aktueller Stand: erst 2011), hatte ich heimlich im Oktober das vielfach
hochgelobte Werk "RISEN" aus der
Piranha Bytes-Schmiede erworben.
Da ich wie üblich bestelltechnisch ein wenig spät dran war, blieb auf Amazon nur
noch der Erwerb der deutlich teureren Collector's Edition
für stramme 70 EUR. Dafür gab es aber zusätzlich zum Spiel eine Landkarte des
Spiels im Piraten-Schatzkarten-Stil (leider unbeschriftet),
Aufkleber, den recht netten Soundtrack als Audio-CD und eine making-of-DVD, die
inhaltlich einigermaßen interessant, aber ein wenig lieblos
daherkam.
Wie dem auch sei, nach Jahren des Online-Rollenspiels mit monatlichen Gebühren
wollte ich mal wieder ein nettes Offlinespiel zocken,
zudem aus deutscher Herstellung und eben gebührenfrei, dafür mit modernerer
Grafik als WoW (kein Kunststück).
Anfang der Woche wurde ich fertig damit. Die anfängliche Begeisterung über die
sehr feine Tropeninselgrafik hielt bis zum zweiten der
insgesamt 4 Kapitel, in die das Spiel unterteilt ist. Als WoW-Geschädigter habe
ich bis zur letzten Minute mit der Steuerung gehadert,
aber das ging eigentlich doch ganz gut. Spannend waren das Erste und vor Allem
das zweite Kapitel, die lange Zeit in der Hafenstadt
und die vielen Beziehungsgeflechte der dort angetroffenen Personen.
Ich hatte mich schon vor Spielbeginn auf die Rolle eines Magiers festgelegt (zur
Auswahl standen Bandit, Ordenskrieger und Magier).
Mit dem Wechsel des Ortes in die Vulkanfestung begann dann eine Art
Der-Name-der-Rose-Kriminalstück, was ich interessant fand.
Dann aber musste ich wieder raus in die tropische Wildnis und kam irgendwo im
Osten der Insel nicht weiter.
Überhaupt fand ich die Kampftechnik mit dem Stab unerwartet schwierig, also
legte ich mir per Cheatkommando eine Axt zu.
Dann im Osten erschien mir der Weg erneut zu schwierig, also wurden -wieder per
cheat- die eigenen Fähigkeiten nach oben geschraubt.
Nach GANZ oben. Ich weiß, dass cheats das Spiel ruinieren, aber erstens kam ich
nicht weiter und zweitens sind cheats wie Erdnussflips:
Hat man erst mal damit angefangen...
Das dritte Kapitel war eine herbe Enttäuschung. Nur noch "unter Tage" in
dungeons.
Wo ich dungeons doch so liebe.
Grmpf.
Außerdem war das dritte Kapitel viel zu schnell vorbei und an spielerischen
Inhalten etwas sehr dünn.
Das vierte Kapitel ging mir so was von auf den Zeiger.
Längst hatte ich mir alle Teleport-Runensteine (ja doch, per cheat) zugelegt,
damit ich mir die Rennerei quer über die Insel sparen konnte.
Zum Schluss wollte ich es nur noch zu Ende bringen: Per Cheat ALLE items
überhaupt angeeignet, in den Unbesiegbarkeitsmodus
gewechselt ("GOD") und sich dann dem Endgegner gestellt.
Das Finale ist eine ziemlich unpassende Videosequenz mit schlichtweg lieblosem
Ausgang, aber das war ja schon vorab bekannt.
Was bleibt von RISEN in Erinnerung?
Eine wirklich schöne Insel, nette Grafik, streckenweise interessantes Gameplay
und gute Spielinhalte. Für mich aber zu schwierig und zu
sehr dungeon-lastig. Die wenigen bugs fand ich nicht so schlimm.
Zur Erinnerung habe ich ein paar der hübscheren Screenshots an die schönen
Momente im Spiel behalten.
Wer mag, kann diese hier
noch einmal mit mir teilen.
Wie neulich auch Norbert Walter (der ehemalige Think-Tank-Chief der Deutschen
Bank) sehr richtig feststellte, haben wir seit je her
in Deutschland die Tendenz, nicht gerade die Besten und Versiertesten als
Verteter unseres Landes nach Brüssel zu schicken.
(Mehr von meinem Gemotze zu diesem Thema
hier,
Datum 05.06.09.)
Aber diesmal haben wir echt
den Vogel abgeschossen:
Das werden selbst WIR nie, nie wieder unterbieten können.
Am Besten gefällt mir der Schlusssatz: "Im my homeland, Baden-Württemberg, we are all
sitting in one boat."
[ Da sehe ich meinen verstorbenen Vater vor mir - den Sprachenlehrer.
Der zu Lebzeiten deutsche Militärs und Staatssekretäre in seinem
Englischunterricht sitzen hatte und sie
auf ihre Einsätze in der NATO oder anderem Ausland sprachlich vorzubereiten
hatte.
Ich sehe ihn, wie er mit beiden Fäusten von innen an die grosse Pforte hämmert
und brüllt: "Lasst mich zurück, lasst mich sofort da runter, ich will ihn
würgeeeeeeennnnnn!" ]
Die Bußgeldstelle Kassel erhielt folgendes Gedicht von einem Verkehrssünder:
"Mit Interesse habe ich Ihr Schreiben gelesen
-
und streite nicht ab, ich bin es gewesen.
Wie's kam liebe Leut', ich sag's
Euch genau -
in Duisburg war ich ein paar Tage, bei einer reizenden Frau.
Und hab' dann, sonst hätt' ich
etwas versäumt -
von dem schönen Tagen geträumt.
Plötzlich ging es bergab, ich war ganz verwundert -
ich wurde immer schneller und oben stand "Hundert".
Und plötzlich glaubte ich - es
klingt wie ein Witz -
es kommt ein Gewitter, denn ich sah einen Blitz.
Nach Ihrem Schreiben ist mir nun
klar -
dass es kein Gewitter, sondern Eure Kontrolle war.
Auf die Strafe dafür warte ich nun
geduldig -
mit einem Wort, ich bekenne mich "schuldig".
21 Kilometer zu schnell, einen Jeden kann's treffen -
ich sehe es ein, es war ein Verbrechen.
Trotzdem bitte um Freispruch ich,
sag's ganz formal -
ein Mann, der glücklich ist, ist nicht normal."
Antwort des Sachbearbeiters im Bußgeldbescheid von Kassel:
"Ist der Reim auch noch so gut
gelungen -
zum Bußgeld seh' ich mich gezwungen.
Kommen Sie wieder mal von dieser
Frau -
nehmen Sie den Zug, seien Sie schlau."
Es gibt tatsächlich die Möglichkeit, ein nicht mehr vermeidbares
Trennungsgespräch mit dem Noch-Partner outzusourcen:
Im Rahmen einer Preisspanne zwischen 30 und 65 EUR (je nachdem, wie gefühllosvoll
es ablaufen soll) kann man einen "Schlussmacher"
buchen, der dann die Drecksarbeit übernimmt, dem Noch-Partner mitzuteilen, dass
er in den eigenen Lebensplanungen keine Rolle mehr
spielen soll. Im Herbst gab es mit dem Initiator
ein Interview dazu.
Interessant: Die durschnittliche Klientel bisher ist jung, weiblich, und noch
nicht lange in einer Beziehung (gewesen).
Der Dienstleister erwidert auf die Frage nach moralischen Bedenken, auch ein
jeder Apotheker verdiene schließlich mit dem Leid
seiner Kunden Geld. (Diese Argumentation ist so unfassbar dämlich, dass sie auch
nur einem ehemaligen Versicherungsfuzzi einfallen konnte.)
Ein Stück weit wird der Schlussmacher aber auch seiner vorherigen Branche treu
geblieben sein:
Zum Einen bietet er sein Geschäftsmodell auch Lizenznehmern an.
Da viele Versicherungsvertreter gut Monologe halten können, sich aber in den
Regulierungswirrungen der letzten 5 Jahre nicht mehr
zurecht finden (EU-Vermittlerrichtlinie, VVG-Reform, MiFID, WpHG- Novelle,
GWG-Neuordnung, IHK-Zertifizierung, Alterseinkünftegesetz...),
bieten sie sich geradezu idealtypisch als Schlussmacher-Lizenznehmer an.
Außerdem bringen Etliche unter Ihnen die in diesem Geschäftsmodell notwendige
SkrupellosigkeitKaltschnäuzigkeit Fähigkeit
mit,
die Dinge einfach nicht zu nah an sich ran zu lassen.
Aber für die, die doch noch nicht so ganz den Absprung in die neue Tätigkeit als
relationship-undertaker wagen wollen,
hat der Schlussmacher noch das E-book "Ihr
Kunde ist König"
(Überschrift jedoch:
VERKAUFEN WIE EIN ECHTER PROFI)
zum Sonderpreis von EUR 29,95 im Portefeuille.
Außerdem im Angebot:
Existenzgründungshilfe als Medienagentur, als selbständiger Graffiti-Beseitiger
(!) und -Achtung- MYSTERY SHOPPING.
In Sachen Computer und so komme ich eigentlich ganz gut zu Rande, mit 2
legendären Ausnahmen:
Ich habe Schwierigkeiten
mit Netzwerkfunktionalitäten zwischen Rechnern (außer unter Windows 7, weil man
Analphabet sein muss,
um es dort nicht
zu kapieren).
Und ich habe KEINEN BLANKEN SCHIMMER von jeglicher Art von Telekommunikation.
Wie jemand ein Telefon an einem Router o.ä. anschließen, die MSN konfigurieren
und erfolgreich ans Laufen bringen kann, erschließt sich
mir nicht und ich HASSE ES, dass diese Dinge in den letzten Jahren so
kompliziert waren.
Also für mich
jedenfalls.
Wie grandios ich auf dem Gebiet die letzten Jahre versagt habe, wurde mir
gestern
in nur 20 Minuten klar.
Der Besuch eines Vodafone-Technikers war für "nachmittags" avisiert, da der
Arbeitgeber der Liebsten den Provider für die homeoffice-
Leitungen gewechselt hat. Nach einigen vorher noch auszuräumenden Fehlern in der
Kommunikation und Terminvorbereitung klingelte es
dann spätnachmittags an unserer Tür.
Davor stand ein missmutiger, sehr wortkarger Mann fortgeschrittenen Alters mit
einem Auftrag von VODAFONE, Unterlagen von ARCOR
und einer Dienstjacke von der DEUTSCHEN BAHN (!).
(Ok, das ist heute ja normal.)
Hey, DER war vielleicht begeistert, als er sich auf den Fußboden legen durfte,
um dort gebührend mein Gesamtkunstwerk aus Kabeln,
reichhaltiger Hardware der letzten 7 Jahre und doppelseitigem Teppichklebeband
(ich bin gründlich) zu bestaunen.
Er hat dann auch ein paar Minuten gebraucht, bis sich ihm Sinn und schöpferische
Kraft dieses kreativen Exponates erschlossen.
Dann ging er ans Werk und begann mit dem, was nicht anders als TOTALAUSWEIDUNG
meines Techniksideboards bezeichnet werden kann.
Als er fertig war, stand noch genau - 1 - ( e i n ) Gerät im Board,
das war's.
Mit den Worten "Ich glaub', da unten ist jetzt grad 'ne
komplette Steckdosenleiste wieder frei geworden."
ließ er sich den Auftrag quittieren
und verschwand nach 20 Minuten in seiner Deutsche-Bahn-Jacke.
Ungläubig starre ich seither auf den Fußboden vor mir - auf die Geräte, die alle
überflüssig geworden sind (und es z.T. schon LANGE sind),
die da aber seit Jahren angeschlossen waren und still vor sich hin blinkten.
Ok - was die korrupten ideologieversuchten Schlitzaugen
aufstrebenden Wirtschaftswunderkinder in Fern-Asien können, kann ich auch:
Hiermit erkläre ich den Winter für beendet. Ab morgen hat jeder wieder
der neu befohlenen Jahreszeit "Frühling" entsprechende Kleidung zu tragen.
Dies gilt insbesondere für die WEIBLICHE Bevölkerung.
Zum Zeichen des saisonalen Neubeginns hat der große Zentralratsvorsitzende der
Kappelbergpartei Deutschland (ich)
die Farbgebung des zentralen Parteiorgans (diese Seite) von EISKRISTALL
auf LEUCHTENDE ABENDSONNE umgestellt.
Der Winter gilt hiernach offiziell als überstanden.
(Abgesehen davon konnte ich die mangelhafte
bisherige Darstellung im Firefox nicht mehr ertragen.)
20.40 Uhr.
Im Tiefflug auf der B29 in meiner
Sternenkämpferin. Heimfahrt vom vierten Termin.
Erkenntnis des Tages:
Bei 180 knapp unterhalb der dB-Schmerzgrenze RIHANNA's
"Shut
up and drive"
zu hören, während eine unheilige Allianz
aus Stufe-4-Sitzheizung und Subwooferbässen meine Zeugungsfähigkeit für die
nächsten 4 Wochen zerbröseln,
ist fast so gut wie Sex.
Wie gut wir es hier im Herzen Europas haben, erkennt man spätestens dann, wenn
Einem wieder die Bilder von
erdbebenerschütterten Gebieten und umherirrenden Menschen via TV ins Haus
flattern.
Und nahezu IMMER trifft es die Armen und Ärmsten, denen es vorher schon
katastrophal schlecht ging.
Gott muss einen wirklich kranken Sinn für Humor haben.
Nun hat es Haiti getroffen.
Wer sich fragt, wie ein einzelnes (wenngleich schweres) Erdbeben in ganzes Land
in Schutt und Asche legen kann,
beginnt
zu recherchieren (so auch ich - das, was ich vorher von Haiti im Kopf
hatte, waren die Diktatorennamen "Papa Doc" und
"Baby Doc" und die Charakterisierung des Landes und seines "widerwärtigen
sozialen Klimas", wie es einmal zu lesen stand.)
Ganz grob gesagt, ist der Verlauf der (Nicht-)Entwicklung dieses als Staat
gescheiterten Landes geradezu ein Paradebeispiel
für post-koloniale Gesellschaften, wie es sie auch in Afrika zu Dutzenden gibt.
Wo spanische Kolonisten das Land erstmal von
seiner Naturbevölkerung gesäubert und dann mit Sklaven-Afrikanern
wiederaufgefüllt haben, wo die Franzosen als Zweitbesitzer
das Land nur gegen jahrzehntelange Entschädigungszahlungen in die ungeplante und
unbegleitete Unabhängigkeit entließen,
kann man sich leicht vorstellen, wie die Begrifflichkeit "widerwärtiges soziales
Klima" zustande gekommen sein mag.
Was nichts an der Tatsache ändert, dass man helfen MUSS, wenn man helfen KANN.
Heute gab es zum Thema Haiti in unserer Firma ein Mitarbeiterrundschreiben mit
einem eindringlichen Spendenappell
an uns Angestellte. Für jeden Euro, den wir spenden, legt die Geschäftsleitung
noch mal 2 Euro drauf, so dass insgesamt
aus jedem Spenden-Euro drei werden.
Die Liebste und ich mussten da nicht lange überlegen.
Container-TV ist zurück, das Fremdschämen (auch für die
Berichterstattung) kann wieder losgehen:
Die 10. Staffel des Endemol-Megasellers "BIG BROTHER" ist auf RTL II gestartet.
Wer um alles in der Welt guckt das noch?
Bei der ersten Staffel vor 10 Jahren war noch Vieles anders: Die Kandidaten
waren augenscheinlich milchbubig und nicht von vorneherein
nach fuckability gecastet, die eigentliche
Titelmelodie ("Leb!")
war noch nicht Sender-hausintern zusammengeflickschustert und vor Allem:
Die Kandidaten waren authentisch - und es war N E U
.
Es gab kurze Zeit lang einen eigenen Pay-TV-Sender, der 24-Stunden-Übertragung
aus dem BB I -Container sendete, und ich kenne Leute
die dieses Angebot TATSÄCHLICH wahrgenommen hatten (na gut, im Paket mit
BloombergTV und anderen).
Das Staffelfinale wurde damals in Großbildkinos übertragen, und wir sind
natürlich hingegangen!
Junge, wir haben den großen Saal ganz oben im UFA-Palast in Stuttgart fast in
Schutt und Asche gelegt, als dieser Vollpfosten JOHN
("Das Langloch-Ohr") zum Sieger gevotet erklärt wurde.
Allerdings hat der Zweitplazierte und allgemein favorisierte
Jürgen danach sein Leben erfolgreicher gemeistert, so wie es
aussieht.
Weil es neu und frisch war, haben wir neugierig hingeguckt.
Weil es neu und frisch war, haben wir die Moderatoren ertragen - den Philosophen
Percy Hoven (hey, das reimt sich) und die
wahrhaft unterirdisch schlechte
Sophie Rosentreter.
Aber wer will sich im zehnten Jahr noch irgendwelche vorgescripteten
Pseudoskandälchen angucken?
Wer braucht in Zeiten von redtube und Co. noch die billigen attention whores,
die sich am ersten Tag im Container nackt
vor die Kameras stellen?
Und für was eigentlich? Wegen 250 TEUR,
abzüglich Steuern, den Lebenslauf runinieren?
Im Jahr 2010 ist BIG BROTHER als Sendeformat einfach nur lachhaft und peinlich.
Da fällt mir ein - ich hatte doch noch irgendwo einen Cartoon zu BB
abgespeichert, gleich nach BB I.
Wie hiess der auch noch gleich? Ach ja: Big Brother -
die Spätfolgen.
Etliche Monate lang war es uns erfolgreich gelungen, uns davor zu
drücken hatte sich keine Gelegenheit ergeben, unser
Patenkind
mal eigenverantwortlich ein paar Stunden zu beaufsichtigen, aber gestern war es
soweit gewesen:
Seine Eltern hatten offiziell (also mit Termin- und Uhrzeitnennung) nach einer
Beaufsichtigung gefragt und wir hatten
zugesagt.
So ein bisschen mulmig war uns im Vorfeld ja schon gewesen: Wir als Nicht-Eltern
sind ja denkbar schlecht geskillt
in Sachen
Erziehung und Eltern-Verhalten, unsere Talentbäume weisen eher eine
Punkteverteilung im Bereich Konsum
und Freizeit auf.
Muss man ja ehrlicherweise dazu sagen.
(Kleiner WoW-Rückfall: Uns eine Kindesaufsicht zu übertragen ist etwa so, wie
einem Baum-Druiden die Main-Tank-Aufgabe
bei Maexxna zu überlassen - das KANN irgendwie
durch ein Wunder möglicherweise klappen, aber dass die Sache schief geht,
ist eher hochwahrscheinlich.)
Mit entsprechend gemischten Gefühlen trafen wir bei unserem Patenkind ein. Beim
Abendessen waren die Eltern
noch dabei,
bevor sie
zu ihrer Geburtstagseinladung aufbrachen.
Es gab Pizza.
Von einem 3-Jährigen kann man kaum den korrekten Einsatz eines Besteckmessers
erwarten, wohl aber den der Gabel.
Also hab ich dem Kleinen die Pizza in mundgerechte Stücke geschnitten.
Nun sind die aber auch zu verführerisch, um mit den Fingern zuzugreifen, aber da
musste ich ein Bisschen den
Erzieher-Onkel
raushängen
lassen und bestand auf einer mitteleuropäisch konsenten
Nahrungszufuhr mit der Gabel.
In der rechten
Hand!
Hat der Kleine interessanterweise auch gleich begriffen. "Vormachen-Nachmachen"
zieht besser als lange Erläuterungen.
Überhaupt habe ich den Eindruck, wenn man kleinen Kindern gegenüber EINMAL
eine unmissverständliche, deutliche
Ansage tätigt,
hat
man viel gewonnen und gewisse Dinge sind dann ziemlich endgültig vom Tisch.
(Eine zeit lang hat der Kleine auf alle Besucher und seine größere Schwester mit
Spielzeug einschlagen wollen.
Das geht erstens
mal
GAR NICHT und zweitens hat so ein kleiner Knopf-Bub erstaunliche Kräfte in
den Händen,
das kann also auch Erwachsenen
richtig weh tun.
Die bessere Hälfte hatte sich mit Worten versucht zu wehren, als er
bei einem früheren Besuch zu ihr auf die
Couch
kletterte und schön feste an ihren Haaren zog, was sichtlich weh getan
haben muss.
MIT WORTEN.
Das war in meinen Augen ein Fehler gewesen, denn darauf hatte der Kleine damals
NULL reagiert.
Dann war er zu mir auf die Couch gekommen und versuchte was ganz Ähnliches mit
MIR. Böser Fehler.
EINMAL hatte ich ihm gesagt, er soll das lassen. Er hatte nicht hören wollen und
weitergemacht.
EINMAL hab ich daraufhin das Gleiche mit ihm gemacht, was er mit MIR vorher
versucht hatte, allerdings ebenfalls
mit voller
Kraft und Gewalt, so wie auch er. Nur bin ICH eben ein Erwachsener - und da hat
er mal kurz aufgejault.
Ich kann mich GUT an die Gesichter seiner Eltern und die meiner besseren Hälfte
erinnern, in denen stand Entsetzen
zu lesen
und die Unsicherheit, wie man sich jetzt mir gegenüber verhalten soll.
Was soll ich sagen, für die nächsten Wochen dieser Entwicklungsphase hat
er sich mir gegenüber NIE WIEDER
gewalttätig verhalten,
und ich darf hinzufügen, dass in meiner Wahrnehmung ich DER EINZIGE war, bei dem
er das wohlweislich unterlassen hat.
Seitdem habe ich irgendwie den Eindruck, er misst meinen Äußerungen
auch irgendwie einen gewissen Wert bei.
Er unterbricht mich eigentlich nie, fragt mich öfters etwas und wollte gestern
zum Beispiel nicht ins Bett, ohne mir
gute Nacht
gesagt zu haben.)
Eltern für 3 Stunden waren wir, was
soll ich sagen?
Es war schön. Wirklich schön.
Patenkind und größeres Schwesterchen waren sehr lieb und pflegeleicht, nicht
überdreht und -finde ich wichtig-
gehorchten
die paar Male, wo eine kleinere "Ansage" nötig war. Also fast nie.
Mit dem Patenkind habe ich SÄMTLICHE Reifen ALLER Spielzeugautos "repariert" (=
mit dem Spielzeughammer
jeweils zweimal
auf die Felgen geklopft) und diverse Umbauten an seinen Feuerwehrautos (Plural!)
vorgenommen.
Als er mich um Hilfe bat, seine Spielzeugtiere wieder in den Karton einzupacken,
gab ich zu bedenken, dass er ihnen
ja noch nicht
gute Nacht gesagt hätte.
Prompt nahm er die zwei in seine Hände und sagte: "Gute Nacht, Maus. Gute Nacht, Bär."
Das sind so die Momente, in denen man für zwei hundertstel Sekunden
auch eigene
Kinder
für nicht mehr so undenkbar hält.
Seinem Schwesterchen habe ich gefühlte 40 Seiten "Hexe Lilly" vorgelesen - eine
wie ich finde ziemlich
komplexe Story mit einem
für Kinder äußerst anspruchsvollen Vokabular ("von
majestätischem Geschlechte",
"goldene Ornamente" "lederne Halskrausen").
Heute morgen muss Patenkind aufgewacht sein und seine Eltern gefragt haben "Wo
ist Onkel Rainman?"
Ihm wurde bedeutet, dass ich und die Liebste nach Hause gefahren seien und nur
seine Eltern vor Ort wären.
Daraufhin muss er verkündet haben, dann komme er heute nicht aus seinem Zimmer.
Sprach's und schloss die Tür wieder zu.
So ganz falsch werde ich es also gestern wohl nicht gemacht haben.
Da finde ich es doch gleich verzeihlicher, dass er mich gestern um ein
Gute-Nacht-Lied gebeten hat, dann aber
nach 20 Sekunden
meiner sehr bemühten "La-Le-Lu"-Gesänge sich die Ohren zugehalten hat (!),
demonstrativ
seine La-Le-Lu-Spieluhr aufzog
und mit den Worten "Gute Nacht, Rainman" das Licht in seinem Zimmer löschte.
Erkenntnis des Tages:
Hab gerade mal mit der besseren Hälfte Rücksprache gehalten.
Ich glaub, wir machen das jetzt öfter.
Fast 12 Jahre lang habe ich ein bestimmtes Lied gesucht, was ich lange nur vom
einmaligen Hören auf einer Audio-Cassette in einem
fremden Auto kannte. Es war ein Midtempo-Techno-Knaller der späten 90er, der
mitten im Stück nochmal eine interessante Wendung
nimmt
und dann völlig anders endet, als er angefangen hat. Gewissermaßen 2 Lieder in
Einem.
Das Stück hieß offensichtlich "The Wave", soviel konnte ich erahnen.
2 Jahre und gefühlte 50 irrtümliche downloads
bei der Katze später wusste ich immerhin, von
wem das Lied war:
Einer Combo namens "SOSA". Und nun hatte ich das Stück wenigstens als MP3, wenn
auch in mieser Qualität.
Blöderweise gab es nirgendwo irgendwas Anderes von denen zu finden, außer diesem
einen Lied.
Die Suche nach anderen Veröffentlichungen,
Bandinfos etc. blieb absolut ergebnislos.
Und KEIN EINZIGES weiteres Lied war zu
finden.
Bis letzte Woche.
Da ließ ich meinem Frust über zwei grandiose Buch-Fehlbestellungen in den
Leserrezensionen bei Thalia.de freien Lauf und schaute
bei der Gelegenheit anschließend nochmal bei Amazon vorbei, um meine
Thalia-Fehlkäufe zu korrigieren.
Und zum ersten Mal seit Äonen
führte der Suchbegriff "Sosa The Wave"
zu einem Treffer!
Nicht Neuware, natürlich - aber immerhin "gebraucht,
sehr guter Zustand". Ein ganz sicherer Kauf!
(Auch wieder mal witzig: Produkt € 1,95, Versandkosten € 3,00).
Gestern kam die Sendung an.
Gut, dass mir
niemand dabei zugesehen hat, als das Teil zum ersten Mal in meinem CD-Laufwerk
durchlief,
der hätte sonst
meinen müssen, ich hätte in die Steckdose gefasst
;-)
Das Leben entscheidet sich an ganz wenigen Schaltpunkten.
Bis zu diesen Kreuzungen verläuft es scheinbar gradlinig, dann aber schlägt es
wieder einen anderen Kurs ein.
Nun würde man für gewöhnlich einschneidende, äußerst prägnante Einzelereignisse
vermuten, die die Sprengkraft und die Intensität besitzen,
solche Richtungsänderungen herbeizuführen.
Das muss aber nicht so sein.
Vielmehr sind es die Augenblicke, in denen Einem klar wird (oder zumindest
unterschwellig dünkt), dass sich der bisherige Weg seinem Ende
nähert und nicht auf ewig weitergegangen werden kann.
Diese Augenblicke der Erkenntnis "erscheinen" ganz einfach.
Sie können natürlich auch durch plötzliche und einschneidende Erlebnisse
auftreten, klar.
Aber mitunter reichen ganz banale Alltäglichkeiten, um im Inneren die Lampe der
Erkenntnis anzuknipsen.
2 Tage auf Tagung hinter mir. Eine, wie sie dutzend- und vielleicht hundertfach
im Leben stattgefunden hat und stattfinden wird.
Wirklich wird
?
Mitten in einem der Vorträge geschieht es:
Mein Gehirn beschließt, zuzumachen und schaltet die Akustik-Rezeptoren auf
Durchzug: "Kein Wort mehr von diesem Unsinn, es reicht!"
So sehr ich mich auch bemühe, dem Gesagten zu folgen, es will nicht mehr
gelingen.
Ich beginne mich im Zuhörersaal umzusehen - all diese Gesichter, all die
ausdruckslosen Mienen. Fast alle haben den gleichen oder zumindest
einen ähnlichen Job wie ich - aber: Was verbindet uns? Was habe ich mit ihnen
gemeinsam? Wo decken sich vielleicht unsere Talente?
Was motiviert die, was auch mich motivieren könnte?
4 Fragen in meinem Kopf.
Er spuckt dann auch gleich 4 Antworten aus: Nichts, nichts, nichts und nichts.
Gemein, wie der Kopf dann nun mal ist, stellt er auch gleich die
logisch-konsequente Frage:
Wenn ich mit all denen hier nichts gemeinsam habe, es nichts gibt, was uns
verbindet, wir völlig unterschiedliche Talente und Motivationen
haben: Was zum Geier tue ich hier?
Der rationale Teil des Gehirns registriert die existenzbedrohliche Sprengkraft
dieser Gedanken und beginnt, eine Verteidigungslinie aufzubauen: "Denk an Dein Einkommen.
Denk doch mal an Deine Zukunft.
Deine Rente.
Sieh Dir Deinen Lebensstandard an, willst Du das aufs Spiel setzen?
NIE WIEDER wirst Du es so gut haben, mach jetzt keinen Scheiß."
Von der anderen Seite brüllt der chronisch unterforderte Intellekt. "Ja,
SuperIngo, dann bleib doch da und hör' DU Dir diesen MIST nochmal 25 Jahre lang
bis zur Rente an, aber ICH wander' dann aus!"
"Halt, warte auf mich, ich komme
mit!" ruft die
Kreativität. "Gott sei Dank, ich komme hier weg und kann
mich wirklich wichtigen Aufgaben zuwenden!" seufzt der
Gerechtigkeitssinn.
"STOP!" tönt die absolute Instanz, "Keiner verlässt hier den Schädel. Wir werden
alle schön hierbleiben und in Ruhe eine Lösung finden.
Es wird für Euch Alle was dabei sein. Und ich verspreche Euch: Ihr müsst das
hier KEINE 25 weiteren Jahre mit anhören, wär' das für Euch ok?"
Allgemeines murrendes Zustimmen, gefolgt von Stille.
Der Kopf öffnet vorsichtig wieder die Ohren und vernimmt die rettenden
Wortfetzen
"...und treffen uns dann wieder hier in 35 Minuten nach der Kaffeepause!".
Die Rettung!
Erkenntnis des Tages: Nie und nimmer schaff' ich
das hier bis zur Rente.
Hmm, 'mal überlegen, was man noch so machen könnte.
Ach kommt jetzt, gebt's doch zu - ihr hattet das schon immer gewusst, oder?
Eigentlich hätte da noch hintendran stehen sollen "...WÄHREND
DES LESENS VON RAINMANSUN.DE".
Aber das hat ja nicht mehr hingepasst ;-)
(Gefunden letztes Jahr bei lawblog).
PS: @ Internet Explorer-Nutzer: Schon bemerkt? Der FEENSTAUB AM CURSOR IST ZURÜCK !! Passt ja zur Witterung
diese Woche.
[ Und ja doch, Firefoxnutzer gehen animationstechnisch
wieder mal leer aus, ich weiß. Unabhängigkeit hat nunmal ihren Preis, Freunde. ]
Irgendwie macht mich das traurig.
Deine 3 Buchstaben standen ja nicht nur für einen der ehemals führenden Anbieter
von Internetzugängen und Emailadressen.
Allein Dein Name hat die Internetgemeinschaft in einer Art und Weise
polarisiert, wie es seitdem nur noch ein einziges Mal gelungen ist:
Der Firma Apple Inc.
Genau wie heute Apple gab es nur zwei eigene Positionen zu Dir: Man hasste Dich
oder man liebte Dich.
Was Dich und mich betrifft, ich tat Beides nacheinander:
Meine erste Emailadresse war eine " @aol.com " -Adresse. Mitte der 90er waren ja
bei Dir noch eine Menge interessanter Emailadressen frei.
Gott, war ich
stolz!
Kaum zu glauben, wie grün wir damals alle hinter den Ohren waren.
Was nahmen wir nicht alles in Kauf, um mit Dir ins Internet zu gehen:
Eine gelinde gesagt mit Fehlern gespickte Installationsroutine, die stets den
vorhandenen Internetanschluss zuverlässig nicht fand -
es sei denn, DU warst der Provider.
Ein Browser, der immer veraltet war und stets erstmal ins eigene AOL-Web
umleitete.
Und dies so erfolgreich, dass ich zwei Jahre brauchte um herauszufinden, dass es
da "hinter" dem AOL-Web noch ein anderes, eigentliches
INTERNET gab, welches aber in Deinem Browser stets fehlerhaft angezeigt wurde !
Gott, habe
ich mich geschämt.
Was mir aus unseren Anfangstagen richtig toll im Gedächtnis geblieben ist, war
Deine "Mitgliedergalerie", in der die Mitglieder ihre Fotos
hochladen konnten und dann nach "x-mal aufgerufen" sortiert werden konnten.
Überflüssig zu sagen, dass sich unter den ersten 50 Plätzen stets nur max. 1
oder 2 Männer befunden hatten.,
Und wie praktisch, dass die Mitgliedernamen sich fast immer mit den
Emailadressen deckten........ :-)
Ja, die Gründerzeit des Internets: Deine Modems lagen noch extern verkabelt
neben den PCs und mussten separat angeschaltet werden.
Weil das bald kein Mensch mehr machte (unter anderem, weil Sie nach kurzer Zeit
in einer galaktischen Staubwolke hinter der PC-Galaxie
versanken), wurden sie eben Tag und Nacht angelassen - die grosse Zeit der
Dialer-Abzockprogramme brach an.
Was haben wir frohlockt, als die Internetzugangsgeschwindigkeiten VERDOPPELT
wurden, und Du, AOL, warst ganz vorne mit dabei:
Von 14.4 kB hoch auf 28.8 kB !
Eine Sensation: Endlich konnten wir 5 MB-Videoschnipsel
SCHON in 25 Minuten (!) auf unsere riesige 250
MB -Festplatte runterladen!
(Hach! War Tera Patrick da noch jung...)
Und dann diese unnachahmliche Geräuschkulisse während des Verbindungsaufbaus!
Echtes, rohes Modemknarzen und -rauschen, welches
sich je nach unvorsichtigerweise eingestellter Lautstärke schon mal wie ein
zusammenbrechendes Bücherregal anhörte.
Apropos "zusammenbrechend": Viele von uns haben ihren Computer erst so richtig
kennengelernt, nachdem sie versucht hatten,
Dich wieder zu deinstallieren.
Dich, das große, mächtige AOL eigenwillig DEINSTALLIEREN? Keine Chance.
"Ich bin der Herr, Dein Gott, Du sollst keinen anderen Anbieter neben mir installieren!"
Ganze ORGIEN manuellen Säuberns unter Anwendung aus dem Internet
heruntergeladener Ratgeber mussten veranstaltet werden.
Ein unerreichter Software-Exorzismus, der Dir unter Win NT3.51 aber immerhin
erspart blieb:
Du warst DERART auf Komplettbesitz des Systems aus, dass Du dort erst gar nicht
zugelassen wurdest.
(Ich habe es trotzdem geschafft.)
Aber: De Mortibus nihil bene.
So lass uns auch an die schönen gemeinsamen Momente zurückdenken:
Der legendäre Urlaub, als es uns gelang, nachts bei Taschenlampenlicht im
zweiten Stock eines Rohbaus in Zentralgriechenland
ein paar dünne Kabel aus der Betonwand zu klopfen und diese zu ent-isolieren,
dann die losen Drähte in die interne Modem-PCMCIA-Karte
meines Notebooks einzufrickeln (HST Saphir II Karte - ich besitze sie heute
noch!) und dann mit Deiner Hilfe tatsächlich eine Verbindung zu
AOL Deutschland (über den kleinen Umweg via AOL Thessaloniki) zu etablieren.
Ich sehe es vor mir als wäre es gestern gewesen:
"Verbindung mit 9.600 Bit".
Wir haben GEJUBELT wie nach der ersten Mondlandung!
Und dann hatte ich natürlich auch sehr nette Begegnungen im AOL Chat, die mir
gerne in Erinnerung geblieben sind.
AIM - Der AOL Instant Messenger! Durchaus Kult.
Und die vielen Emails...
Lass uns die Details Deines Niederganges einfach vergessen!
Kein Wort mehr über die Verbindungsabbrüche!
Vergessen wir die mit jeder neuen Version immer schlimmer werdenden
Softwarefehler!
Denn ich hielt noch zu Dir, als mein Rechner deinetwegen bereits 50% langsamer
und ich wegen meiner "@aol.com" -Mailadresse schon
bei Kumpels (alte CompuServe-Junkies, Du weisst schon) der Lächerlichkeit
preisgegeben worden war.
Als die Idioten bei Bertelsmann Dich quasi zwangen, das hochbeliebte und
geachtete
CompuServe zu schlucken, sank Dein
Beliebtheitswert
in der Webgemeinde auf den Wert von Chris Brown bei Rihanna-Fans.
Ab 2007 lagst Du auf der Intensivstation, ohne Dein an Hansent (Alice!)
verkauftes Internet-Zugangsgeschäft bereits im Siechtum.
Nun also das Aus in Deutschland.
Was wird von Dir bleiben?
Die unvergessliche, freundliche Frauenstimme, mit der Du uns Wilkommen geheissen
hat und Die uns so nett verabschiedete,
uns über neue Emails und abgeschlossene downloads informierte:
Als kleine Remineszenz an Dich habe ich meine entsprechenden
Windows-Systemklänge durch SIE ersetzt.
So lebt ein kleiner Teil von Dir auch künftig weiter.
Du siehst schon: Irgendwie fühle ich mich Dir verbunden.
Was vielleicht auch ein klein wenig mit dem Namen Deiner eigenen
Programmiersprache zusammenhängen mag:
Remote Automated Information Manager.
Habe mir mal die Wetterprognose der nächsten Tage angeschaut..
...und nebenher mit map24 mal
die geplanten Dienstfahrten mit dem Auto hochaddiert.
Nächste Woche:
885 km.
Na, dann gehts ja noch :-/
Ach, und wenn ich schon bei "schlechten Nachrichten" bin: Die Liebste hat sich
entschieden,
die hässlichen UGG's-Stiefel nun
doch
zu behalten. Wenn Sie aus dem Haus geht, verabschiede ich sie neuerdings den
Worten:
"Hast Du auch Deine
Walharpune eingepackt?"
"Ist Dein Kanu auch dicht?"
"Und dass Du mir auf die Schlittenhunde Acht gibst!"
Man sagt ja, die besten Ideen kämen Einem auf dem Klo.
Da war ich heute ziemlich oft, nachdem ich mir gestern beim Schneeschippen einen
Schnupfen und Halsweh eingefangen habe
und Letzteres u.a. mit größeren Mengen Apfelsaft und anderen Flüssigkeiten
bekämpfe.
Während ich da nun so sitze, spiele ich mit der leeren Papierrolle in den
Fingern und dabei fällt mein Blick auf die Innenseite der Rolle.
Die sind wohl nach ihrem Serienproduktionsdatum durchnumeriert, und da steht
doch tatsächlich:
21227.
Nun ist das für mich nicht irgendeine Zahlenfolge - es war viele Jahre lang die
Bürotelefonnummer in meinem ersten Job!
Einige Jahre habe ich dort gearbeitet und unzählige Telefonate entgegengenommen.
Ist das nicht seltsam, nach all den Jahren kommt mir diese Nummer wieder in die
Finger?
Soll mir das 'was sagen?
Und hey, ich könnte doch mal meinen Nachfolger in dem Büro anrufen, den Reiner!
Wir haben uns immer so klasse verstanden!
Der wird sich bestimmt freuen (haaach Jungs, ich vermisse Euch!).
Au ja, das mache ich gleich am Montag mal.
Wie gesagt - die besten Ideen kommen Einem... ja genau.
Komme gerade vom die-Einfahrt-Freischaufeln rein.
Wenn ich jetzt so in den Himmel gucke: War wahrscheinlich keine besonders nachhaltig
wirkende
Tätigkeit.
Und jetzt das gleiche Foto wie jedes Jahr nach dem ersten Schnee :-)
Und noch was für alle Freunde der Samtpfoten, gefunden bei
Ilona:
Es gibt da diese merkwürdige Interdependenz zwischen dem aktuellen Wetter und
unserer Türklingel.
Die Kurzversion geht so: Wenn es draußen kalt ist, läutet bei uns immer
die Türglocke.
Die Langversion geht so:
Wenn es draußen Winter ist, ist es öfters mal kalt.
Wenn es draußen öfters mal kalt ist, hat die Liebste daheim kalte Füße.
Wenn die Liebste daheim kalte Füße hat, bekommt sie schlechte Laune.
Wenn Sie schlechte Laune hat, tut sie was gegen die schlechte Laune: Im Internet
shoppen.
Wenn Sie im Internet (mit kalten Füßen) shoppt, springen dabei (meistens) warme
Stiefel raus.
Wenn diese Stiefel dann ausgeliefert werden, läutet es an unserer Türklingel.
So kommt es, dass jetzt zur kalten Jahreszeit ziemlich oft
die Türklingel läutet.
[Es gibt da diesen Fahrer vom Hermes-Versand, der war in den letzten 6 Jahren
ungelogen schon 50x bei uns, und jedes Mal grinst er breiter.]
Heute war auch wieder so ein "A-ha, die-Liebste-hatte-vorgestern-kalte_Füße-Tag", als es läutete und ich 1 min später einen großen,
grau-rosa-farbenen Karton in den Händen auf den Armen hielt.
Orange Aufschrift: CONLEY'S.
Na denn, wird schon wieder irgendwas Neues sein.
Abends kommt die Liebste heim.
Plötzliche Jubeltänze im Arbeitszimmer.
rain (mit halbem Ohr hinhörend): "Was'n nu los?"
Liebste (Karton auspackend): "Guck
mal, meine Axt ist da!"
rain (nun sehr genau hinhörend): "ÄHH
... WIE BITTE?"
Liebste:
"Meine UGG's sind da - o warte, Du darfst nicht gucken, ich zieh' sie erst an!"
[spricht's und springt -die Titelmelodie von 'Indiana Jones'
in der
Coreyograph-Version vor sich hin summend- von dannen]
1 Minute später:
Die Liebste steht in flachen Lammfell-Naturlederstiefeln im der Tür, und nur
noch ihre Ohren vermögen Sie daran zu hindern, im Kreis zu grinsen.
"Guck mal, sind DIE nicht
KLASSE? Da kannst Du OHNE SOCKEN drin stehen, die sind so was von KLASSE und
warm und DERMASSEN was von
BEQUEM, das tragen die Eingeborenen in Australien und das ist
jetzt TOTAL IN, das tragen auch die Hollywoodschauspieler an den Dreh-Sets,
weil die ja SO WAS VON..."
"Stop!" (Luft holend) "Du willst mir weismachen, dass die Aboriginees und
Cameron Diaz gleichermaßen DIESE HÄSSLICHEN DINGER tragen?"
"Die SIND NICHT hässlich, das sind UGG's! Die gibt's schon ganz lange, guck doch
mal wie warm und weich die sind, ich zeig Dir das 'mal im
Internet, warte mal..."
Nach einem KLEINEN Umweg über Wikipedia, Bing und schließlich doch endlich
Google navigiert die Liebste treffsicher zu uggaustralia.com. [Frauen scheuen sich irgendwie
vor direkten Webaddressen-Eingaben, ich weiß auch nicht, wieso. Vielleicht ist
das für Sie so eine Art Vorspiel,
welches man gar nicht abkürzen DARF ?]
Während der ganzen Prozedur steht der grau-rosa-farbene XXL-Karton neben dem
Tisch.
Auf dem steht GROSS und BREIT: UGGAUSTRALIA.COM.
Aber wieso gleich einparken, wenn man auch noch mal um den Block fahren kann?
Endlich - die Seite öffnet sich.
Ich lerne, dass diese Schuhe eine laaaange Historie haben und gaaaaaanz toll
verarbeitet sein müssen, nichtsdestotrotz sehen Sie trotzdem
...furchtbar aus. Oder, wie die WELT.DE schrieb:
Wie die Hausschuhe eines Inuit, der abends von der Robbenjagd in seinen Iglu
kommt und dort als Erstes in seine Puschen schlüpft (Quelle).
Gott sei Dank stand da auch was von "nicht wasserfest" und "hässliche Ränder
nach Gebrauch im Schnee", damit war das Thema vom Tisch.
Erstmal.
Bis nächste Woche also.
Wenn der Postmann wieder 2x klingelt.
Das soll jetzt mitnichten ein Modetipp oder so etwas sein (huch, jetzt schreibe
ich "Tip"
ja auch schon mit doppel-p,
die neue Rechtschreibung frisst sich also doch langsam in mein Hirn).
Grundsätzlich gibt es zwei gleichermaßen werthaltige Gründe, warum Sie ein guter
Mensch sein und ja nicht das Gesetz übertreten sollten:
Der erste Grund: Es macht das Zusammenleben mit Ihnen für die Anderen in
der Gesellschaft leichter, besser, erträglicher, sozialer.
Sofern Sie Christ sein sollten, können sie die für Sie
maßgeblichen 10 Gebote quasi en passante mit einhalten, das passt ja ganz gut.
Der zweite Grund: Haben Sie überhaupt eine Ahnung, mit wem "auf der anderen
Seite" (also der Gesetzeshüter) Sie es dann zu tun bekommen? Nein, oder?
Ansatzweise hab ich ja Mitte Juli letztes Jahr darüber schon einmal ein paar
Worte verloren, versuche mich aber dennoch immer wieder auch an
die positiven Begegnungen mit Polizisten zu erinnern.
Das geht ja schnell, denn es gibt in den letzten 20 Jahren lediglich 1,5 solcher
positiven Begegnungen (die ganze Story gibt's
hier).
Ich habe jedes Verständnis der Welt, dass Polizisten frustriert sind:
Alleingelassen von der Politik, beschämend unterbezahlt, unrespektiert
in der Bevölkerung, auf manchen Revieren unterbesetzt bis zur
Dienstausübungsunfähigkeit.
Da darf es nicht verwundern, das in KEINEM Beschuldigten mehr der Mensch, der
Hintergrund gesehen wird, sondern nur noch
der "Vorgang", die Akte, die möglichst schnell vom Dienstschreibtisch wieder
runter muss, weil da noch ein paar Dutzend Hundert andere
warten.
Rechtsbeugung im Amt?
Gefälligkeitsermittlungen für Freunde?
Ungerechtfertigte Personenauskünfte?
Alles schon erlebt!
Wenn das aber dazu führt, wenn dabei
Menschen zu Tode kommen, wenn dabei vorsätzlich
in Kauf genommen wird,
dass Unschuldige womöglich
ein Leben lang hinter Gittern sitzen, obwohl da
eigentlich ein Polizist hin gehört, dann frage ich mich schon, was
da für Menschen eingestellt wurden. Und werden.
Alles Ausnahmen, sagen Sie?
Kann Ihnen nicht passieren, meinen Sie?
Wer nichts Unrechtes tut, hat auch nichts zu befürchten, glauben Sie?
Dann viel Glück.
Und - beten Sie, dass Sie Recht behalten.
Zu einem jeden Jahresbeginn freue ich mich aufs Neue auf den Statistik-Kram zu
dieser homepage.
Man sieht sofort, ab exakt welchem Tag die Mehrheit der Leute Urlaub haben (dann
brechen die Besucherzahlen ein), aber ich rätsele
immer noch, warum sich ausgerechnet seit meinem Geburtstag letztes Jahr die Zahl
der Besucher verdreifacht hat (und die Zahl
der
http-Anfragen,
wie das ?!?!).
Seit Kurzem nutze ich Google Analytics, damit wird auch die geografische
Herkunft der Besuche auswertbar.
Na, ich bin ja mal gespannt....
Hier erstmal meine
Lieblings-Suchanfragen 2009
- kommentiert, wie üblich ;-)
vogelhaus
... wird zum Klassiker langsam. Seit JAHREN landet der hier... keksmonster
Also DAS könnte auch mal ein Klassiker werden. gepanzerterbraunbär
Aaaahh, World of Warcraft lässt grüßen. Du meinst
den hier,
oder? grillhaxe
Lecker! Und die Beste überhaupt gibt's hier:
46°39'41.39"N, 11° 8'8.28"E hasenpuschen
...da kann ich überhaupt nicht mit dienen.
7 schläfer
Auch lecker, mit Senfkruste
und so.
montags könnt ich kotzen
Tja, wer nicht?
buchhaltung lustig
Wär' mir neu!
warnleuchten im auto
Jau, da waren bei mir mal alle gleichzeitig an.
nina mattenklotz
Seit Jahren dieser Name!
Keine Ahnung wie das bei mir landet...
blut verschmierter rasen
Hossa!
Was hast denn DU angestellt ?
beschneidung junge bild video peinlich dusche
...ähhmmmm.........
ideen die man am 1. geburtstag in der kinderkrippe machen kann
Sicher keine Jungenbeschneidungen mit Viedo unter der Dusche.
zimmer zu vermieten privat in münchen an wochenendheimfahrer
Du bist nicht zufällig der 7-Schläfer von oben?
hilfe mein chef will mich ficken
Hey,
DAS hört sich interessant an, schick mal 'n Foto.
keramikarmatur singt
Ein
guter Rat: Lass die Drogen weg.
polizeicodieren eines fahrrad frankfurt am main
Es heisst nicht EINES FAHHRAD, es heißt EINES FAHRRADES!
steakpreise metro
Na,
wenn`s weiter nichts ist, die gibt's
hier.
Erkenntnis des Tages: Ich überleg' immer noch, aus
welchem wenn`s geht harmlosen
Grund Jemand "blut verschmierter rasen"
googlen sollte.
Soeben habe ich die letzten 5 Karotten, die noch im alten Jahr gekauft wurden,
aus dem Kühlschrank genommen und bin damit nach draußen
zu unseren beiden
dankbarsten Abnehmern an den Zaun gegangen.
Erkenntnis des Tages: Bin
immer wieder aufs Neue überrascht, wie schnell die von null auf hundert
beschleunigen können.
Ich habe heute festgestellt,
dass über Sylvester ein Gnom (oder eine ganze Bande) in unsere Wohnung
eingedrungen sein muss
und
-man mag es kaum glauben- SÄMTLICHE Anzüge, Hosen und Hemden aus meinem Schrank
herausgeholt, enger genäht und
wieder
zurückgehängt haben muss.
Sie hängen da wie eh und je, man sieht ihnen von außen aber rein GAR NICHTS an,
die Etikettenschilder sind nachweislich die Gleichen!
Unfassbarerweise aber nur MEINE Klamotten, nicht etwa die der besseren Hälfte!
Die bessere Hälfte hat natürlich eine ganz andere, geradezu
singuläre Erklärung dafürschumnzelnd kundgetan.